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LiSuMed
Dr. med. Heike Majewski
Lipödem-Therapie

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Krankheitsbild Lipödem

Das Lipödem ist eine chronische, vermutlich angeborene Fettverteilungsstörung, die nahezu ausschließlich Frauen betrifft. Es handelt sich um eine Erkrankung des Unterhautfettgewebes, bei der es zu einer symmetrischen, meist an Beinen und/oder Armen betonten Fettvermehrung kommt. Diese geht häufig mit Druckempfindlichkeit, Schmerzen und einer Neigung zu blauen Flecken einher. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzhaftigkeit wird das Lipödem auch als Lipohyperplasia Dolorosa bezeichnet – was so viel bedeutet wie „schmerzhafte Fettvermehrung“.

Die ersten Anzeichen treten häufig bereits in der Pubertät auf – also zu einem Zeitpunkt hormoneller Umstellungen. Auch Schwangerschaften oder die Wechseljahre können eine bestehende Erkrankung verstärken oder zum ersten Mal sichtbar werden lassen. Neben hormonellen Einflüssen spielt vermutlich auch eine genetische Veranlagung eine Rolle, da das Lipödem häufig familiär gehäuft auftritt.

In den meisten Fällen sind zunächst die Beine, später auch die Arme betroffen. Es kann aber auch der  Körperstamm betroffen sein – in diesem Fall spricht man von einer systemischen Form des Lipödems.

Wichtig zu wissen: Das Lipödem ist keine Folge von Übergewicht oder ungesunder Lebensweise – und lässt sich durch Diäten oder Sport alleine nicht beseitigen.
Laut epidemiologischen Studien sind etwa 10 % aller Frauen betroffen. Fachleute gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da die Diagnose oft erst spät oder gar nicht gestellt wird. Viele Patientinnen durchlaufen eine lange Odyssee mit vielen Arztbesuchen, bevor sie eine klare und zutreffende Diagnose erhalten.

Deshalb ist eine frühzeitige und fachkundige Abklärung entscheidend – ebenso wie eine individuell angepasste Therapie, die nicht nur den Körper, sondern auch die Lebensqualität verbessert.

Symptome des Lipödems

Das Lipödem äußert sich durch eine Vielzahl von Beschwerden, die im Alltag oft sehr belastend sein können – sowohl körperlich als auch psychisch.
Typisch ist eine symmetrische, dysproportionale Fettvermehrung an Beinen und/oder Armen, während der Oberkörper meist zunächst schlank bleibt. Es entsteht ein deutlich sichtbares Missverhältnis zwischen Ober- und Unterkörper: Arme und Beine wirken im Vergleich zum restlichen Körper überproportional voluminös.

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Viele betroffene Frauen erleben es als besonders frustrierend, dass trotz gesunder Ernährung, Diäten und regelmäßiger sportlicher Betätigung keine positive Veränderung erreicht wird. Das Gefühl, dem eigenen Körper hilflos ausgeliefert zu sein, stellt eine erhebliche psychische Belastung dar – oft begleitet von Scham, Rückzug und dem Eindruck, nicht ernst genommen zu werden.

Neben der optischen Veränderung ist das Leitsymptom des Lipödems der Schmerz:
Ein Spannungsgefühl, eine erhöhte Druck- und Berührungsempfindlichkeit sowie ein tiefsitzender, ziehender Schmerz in Armen und/oder Beinen sind entscheidend für die Diagnose. Diese Beschwerden treten unabhängig von körperlicher Belastung auf und unterscheiden das Lipödem deutlich von anderen Fettverteilungsstörungen.

 

Weitere typische Symptome sind:

  • Schweregefühl, besonders im Tagesverlauf zunehmend
  • Spontane Blutergüsse ohne erkennbare Ursache
  • Kältegefühl in den betroffenen Gliedmaßen
  • Hände und Füße sind schlank und nicht betroffen – was zur Abgrenzung vom Lymphödem beiträgt

Wichtig: Die Ausprägung der Symptome kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Gerade diese Vielfalt an Erscheinungsformen macht die Diagnose schwierig.
Viele Patientinnen berichten von jahrelangen Beschwerden, frustranen Arztbesuchen und Fehldiagnosen, bevor sie endlich eine klare und zutreffende Diagnose erhalten.

Stadien des Lipödems

Zur Einteilung des Lipödems wird in der medizinischen Praxis meist eine dreistufige Klassifikation verwendet. Inzwischen wird jedoch zunehmend ein viertes Stadium beschrieben, das den Übergang zu einem kombinierten Krankheitsbild markiert. Die Einteilung orientiert sich vor allem an der Beschaffenheit des Fettgewebes und den sichtbaren Hautveränderungen – nicht jedoch an der Schmerzintensität oder dem subjektiven Leidensdruck.

Wichtig: Das Stadium allein sagt nichts über die Schmerzintensität oder den Leidensdruck aus. Eine individuelle Bewertung der Beschwerden bleibt daher immer entscheidend für die Wahl der richtigen Therapie.

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Stadium I

Die Hautoberfläche wirkt noch glatt und regelmäßig. Das Unterhautfettgewebe ist weich, gleichmäßig verdickt und zeigt bei Druck ein feinknotiges Muster – vergleichbar mit kleinen Perlen unter der Haut. Viele Patientinnen haben zu diesem Zeitpunkt bereits starke Schmerzen und ein deutliches Spannungsgefühl, auch wenn äußerlich nur geringe Veränderungen sichtbar sind.

 

Stadium II

Die Haut beginnt uneben zu werden, es entstehen sichtbare Dellen und Wellen. Das Fettgewebe ist deutlich verdickt und wirkt beim Tasten grobknotig. Auch in Ruhe oder beim Sitzen bleibt die Veränderung der Körperkontur erkennbar. Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Bewegungseinschränkungen nehmen in der Regel zu.

 

Stadium III

Das Unterhautfettgewebe ist massiv vermehrt, die Knoten sind groß und verhärtet. Es kommt zu ausgeprägten Gewebeverformungen mit überhängenden Fettlappen – insbesondere an Oberschenkeln, Hüften, Oberarmen und im Bereich der Knie. Dort kann es zur sogenannten Wammenbildung kommen: stark hängende, wulstartige Fettansammlungen, die die Beweglichkeit zusätzlich einschränken und häufig mit Hautirritationen einhergehen.

Die Haut erscheint teils grob strukturiert, und die betroffenen Körperregionen können im Alltag stark beeinträchtigt sein – sowohl funktionell als auch psychisch. In diesem Stadium besteht zudem ein erhöhtes Risiko für sekundäre Lymphabflussstörungen.

 

Stadium IV – Lipo-Lymphödem

Im fortgeschrittenen Verlauf kann sich das Lipödem mit einem sekundären Lymphödem überlagern. Es kommt zu einer zusätzlichen Einlagerung von Lymphflüssigkeit im Gewebe – insbesondere an Füßen und Händen, die bisher beim reinen Lipödem typischerweise ausgespart waren. In diesem sogenannten Lipo-Lymphödem treten neben den typischen Lipödem-Symptomen auch Schwellungen, Spannungsgefühle und eine Verdickung der Haut (Fibrose) auf.

Die Behandlung wird in diesem Stadium komplexer, da nun auch Maßnahmen zur Förderung des Lymphabflusses erforderlich sind. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnosestellung, um das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verhindern.

Ursachen des Lipödems

Die genauen Ursachen des Lipödems sind bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass es sich um eine multifaktorielle Erkrankung handelt – das bedeutet: Es spielen mehrere Einflussfaktoren zusammen, die zur Entwicklung und Ausprägung des Lipödems führen.

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Hormonelle Ausl
öser

Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf – und beginnt meist in hormonellen Umbruchphasen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren. Das spricht dafür, dass weibliche Geschlechtshormone, insbesondere Östrogene, eine zentrale Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen. In diesen Lebensphasen können erste Symptome auftreten oder bestehende Beschwerden deutlich zunehmen.


Genetische Veranlagung

In vielen Fällen berichten Patientinnen, dass auch andere Frauen in der Familie – Mütter, Tanten oder Schwestern – ähnliche Beschwerden oder Körperveränderungen aufweisen. Dies deutet auf eine erblich bedingte Komponente hin. Vermutlich liegt eine angeborene Störung in der Regulation des Fettgewebes vor, die sich im Laufe des Lebens zunehmend manifestiert.


Veränderte Fettverteilung und Mikrozirkulation

Das Fettgewebe beim Lipödem unterscheidet sich strukturell von gesundem Fettgewebe. Es wächst unkontrolliert, speichert vermehrt Flüssigkeit ein und ist weniger durchblutet. Dadurch kommt es zu einem Stau in der Mikrozirkulation, was Entzündungsprozesse, Schmerzen und eine erhöhte Druckempfindlichkeit begünstigen kann. Auch eine gestörte Lymphdrainage spielt möglicherweise eine Rolle im weiteren Krankheitsverlauf.


Keine Folge von Übergewicht

Ein häufiger Irrtum: Das Lipödem ist nicht durch Übergewicht verursacht – es kann jedoch parallel dazu auftreten oder durch zusätzliche Gewichtszunahme verstärkt werden. Wichtig ist: Selbst durch Diäten oder sportliche Aktivität lässt sich das krankhaft veränderte Fettgewebe nicht gezielt reduzieren – was für viele betroffene Frauen besonders frustrierend ist.

Wie wird die Diagnose Lipödem gestellt?

Die Diagnose des Lipödems erfolgt in erster Linie klinisch, das heißt, durch eine sorgfältige ärztliche Untersuchung und eine ausführliche Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte). Es gibt derzeit keinen einzelnen Labortest oder bildgebende Untersuchung, der ein Lipödem eindeutig bestätigen kann – umso wichtiger ist die Erfahrung der behandelnden Ärztin oder des Arztes.

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Anamnese – das persönliche Gespräch

Im Vordergrund steht zunächst ein ausführliches Gespräch über:

  • Beginn und Verlauf der Beschwerden
  • Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellungsneigung
  • Veränderungen während hormoneller Umstellungen (z.  Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • Familiäre Häufung ähnlicher Symptome
  • Auswirkungen auf Alltag, Mobilität und Psyche
  • bisherige Maßnahmen wie Diäten, Sport oder Kompression

Besonders wichtig ist es zu erfassen, wo und wann Schmerzen auftreten, da dies ein zentrales Merkmal des Lipödems ist und bei der Abgrenzung zu anderen Erkrankungen hilft.


K
örperliche Untersuchung

Anschließend erfolgt eine gezielte Untersuchung des Körpers, insbesondere von Beinen und Armen:

  • Beurteilung und Vermessung der Körperproportionen (dysproportionale Fettverteilung)
  • Prüfung auf Druckempfindlichkeit und Spannungsgefühl
  • Palpation (Abtasten) des Gewebes – feinknotig, später grobknotig
  • Beobachtung von Hämatomneigung und Temperaturunterschieden
  • Kontrolle der Füße und Hände – beim Lipödem in der Regel schlank und nicht betroffen

Auch das sogenannte Stemmer-Zeichen (Hautfalte über den Zehen anhebbar oder nicht) kann Hinweise liefern – es ist beim Lipödem typischerweise negativ, während es bei einem Lymphödem positiv sein kann.


Weitere Untersuchungen

In bestimmten Fällen können zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein – vor allem zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel venösen oder lymphatischen Störungen:

  • Farbcodierte Duplex-Sonografie zur Beurteilung der venösen Gefäße – wichtig zum Ausschluss von chronisch-venöser Insuffizienz, Krampfadern oder Thrombosen
  • Sonografie (Ultraschall) des Fett- und Unterhautgewebes zur Darstellung der Gewebestruktur
  • Lymphszintigrafie oder Lymphabflussmessung, nur wenn ein zusätzliches Lymphödem vermutet wird
  • Bildgebende Verfahren (z.  MRT) bei unklaren Befunden oder zum Ausschluss anderer Ursachen
  • Laboruntersuchungen, z.  zur Abklärung von Entzündungen, Hormonwerten oder Schilddrüsenfunktion

Wichtig: Die Vielfalt der Symptome und das oft unauffällige äußere Erscheinungsbild – besonders in frühen Stadien – machen die Diagnosestellung anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, eine erfahrene Fachärztin oder einen spezialisierten Arzt aufzusuchen, der das Lipödem sicher erkennen und von anderen Erkrankungen wie Adipositas, Lymph- oder Venenerkrankungen abgrenzen kann.

Die erste Diagnose wird häufig von einem Facharzt für Phlebologie, einem Gefäßchirurgen oder einer Dermatologin mit speziellem Wissen auf diesem Gebiet gestellt. Eine dieser Fachrichtungen sollte bei Verdacht auf ein Lipödem auch als erste Anlaufstelle gewählt werden.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten beim Lipödem

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung – das bedeutet: Eine Heilung ist mit konservativen oder operativen Maßnahmen zwar nicht möglich, aber viele Symptome können gezielt gelindert und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden. Ziel der konservativen Therapie ist es, Beschwerden wie Schmerzen, Schweregefühl, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen zu reduzieren – und so die Lebensqualität spürbar zu verbessern.

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Die folgenden Maßnahmen sind fester Bestandteil der konservativen Behandlung:

1. Kompressionstherapie
Das Tragen von flachgestrickten Kompressionsstrümpfen oder -hosen ist eine der wichtigsten Basismaßnahmen. Die Kompression fördert den venösen Rückfluss, unterstützt den Lymphabfluss und kann Schwellungen sowie Spannungsgefühle reduzieren.
Wichtig ist, dass die Kompression individuell angepasst und regelmäßig erneuert wird. Besonders im Alltag – bgerade bei Sitzen oder Stehen – kann Kompression die Beschwerden deutlich lindern.

 

2. Manuelle Lymphdrainage (MLD)
Bei zusätzlicher Lymphstauung oder ausgeprägter Schwellungsneigung kann eine regelmäßige manuelle Lymphdrainage sinnvoll sein. Die MLD kann Schmerzen lindern, die Gewebespannung verringern und die Beweglichkeit verbessern.

 

3. Bewegungstherapie
Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung ist essenziell – nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch zur Unterstützung des Lymph- und Venensystems. Besonders empfehlenswert sind Schwimmen und Aquafitness, Radfahren, Walking oder Nordic Walking und Spezielle Physiotherapie mit Lymphgymnastik.
Wichtig ist: Bewegung sollte regelmäßig erfolgen – aber ohne Überlastung. Viele Patientinnen profitieren von individuell begleiteten Trainingsprogrammen.

 

4. Hautpflege
Durch die Kompression und mögliche Hautfalten bei fortgeschrittenem Befund ist die Haut bei Lipödem-Patientinnen häufig trocken und anfällig für Reizungen. Eine konsequente, rückfettende Hautpflege beugt Entzündungen und Ekzemen vor und unterstützt die Hautbarriere.

 

5. Ernährung und Gewichtsregulation
Auch wenn das Lipödem nicht durch Übergewicht entsteht, kann ein gesundes Körpergewicht helfen, zusätzliche Belastungen zu vermeiden und Beschwerden zu reduzieren.
Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung (z. B. mediterrane Kost, wenig Zucker und wenig stark verarbeitete Lebensmittel) wird empfohlen. Radikale Diäten hingegen führen häufig zu Frustration – und können den Stoffwechsel negativ beeinflussen.

Wichtig: Konservative Maßnahmen können das krankhaft veränderte Fettgewebe nicht reduzieren – sie dienen der Symptomkontrolle und der Stabilisierung. Eine dauerhafte Volumenreduktion ist nur durch eine Liposuktion möglich. Dennoch bilden konservative Therapien auch vor und nach einer Operation einen wichtigen Bestandteil der Behandlung.

Fragen vor der Operation

Woran erkenne ich, ob ich ein Lipödem habe?

Typisch sind symmetrisch verdickte Beine oder Arme, die trotz Diät und Sport nicht schlanker werden, kombiniert mit Schmerzen, Spannungsgefühl, Druckempfindlichkeit und einer Neigung zu blauen Flecken. Hände und Füße sind meist nicht betroffen.

Welcher Arzt kann die Diagnose Lipödem stellen?

Die Diagnose wird meist von einem Facharzt für Phlebologie, Gefäßchirurgie oder Dermatologie gestellt – idealerweise mit Erfahrung in der Lipödem-Erkennung. Diese Fachrichtungen sollten Ihre erste Anlaufstelle sein.

Warum brauche ich eine Lipödem-Diagnose?

Die ärztliche Diagnose ist wichtig, weil bei einer medizinisch indizierten Operation in Deutschland keine Mehrwertsteuer anfällt – im Gegensatz zu rein ästhetischen Eingriffen. Sie ist außerdem Grundlage für die Behandlungsplanung und ggf. eine Kostenübernahme.

Muss ich vor der Operation eine konservative Therapie beginnen?

Ja, vor der Operation sollte mindestens 8–10 Wochen eine flachgestrickte Kompressionsstrumpfhose getragen werden. In einigen Fällen ist zusätzlich manuelle Lymphdrainage sinnvoll. Auch eine Gewichtsreduktion kann helfen, den Eingriff medizinisch zu optimieren.

Wann brauche ich die Operation?

Eine Operation ist sinnvoll, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um die Beschwerden zu lindern – z. B. bei anhaltenden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder psychischer Belastung.

 

Ob und wann operiert wird, ist eine ganz individuelle Entscheidung.
Bei vielen Patientinnen verläuft die Erkrankung zunächst mild und langsam fortschreitend, sodass sie durch eine konsequente konservative Therapie über Jahre gut kontrolliert werden kann.

 

Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Operation so früh wie möglich durchzuführen – um dem Fortschreiten der Erkrankung und möglichen Folgeschäden frühzeitig entgegenzuwirken.

Wann kann ich nach der Operation wieder arbeiten?

Je nach körperlicher Belastung im Beruf besteht eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 1 bis 3 Wochen. Bei überwiegend sitzender Tätigkeit ist die Rückkehr meist schneller möglich als bei körperlich anstrengenden Berufen.

Gibt es Lipödem auch am Bauch, Rücken oder Kinn?

Wir gehen davon aus, dass Lipödem auch im Bereich von Bauch, Rücken oder Kinn auftreten kann. In den deutschen Leitlinien ist das Lipödem bisher jedoch nur an Armen und Beinen als gesicherte Lokalisation beschrieben.

Muss ich vor der Operation abnehmen?

Eine Gewichtsreduktion und das Anstreben eines Normalgewichts sind grundsätzlich sinnvoll, um das OP-Ergebnis zu verbessern. Da das Abnehmen bei Lipödem oft schwierig ist, besprechen wir dies individuell im Rahmen der Beratung.

Sollte die Operation vor oder nach einer Schwangerschaft durchgeführt werden?

Das ist eine schwierige Frage und eine sehr individuelle Entscheidung. Nach unserer Erfahrung ist es oft sinnvoll, die Operation so früh wie möglich durchzuführen – auch um Beschwerden und Fortschreiten der Erkrankung frühzeitig zu begrenzen.

 

Durch eine Schwangerschaft kann ein Lipödem-Schub ausgelöst oder verstärkt werden. Wir beraten Sie hierzu ausführlich im persönlichen Gespräch.

Was muss ich vor der Operation beachten?

Bitte beachten Sie folgende Punkte in Vorbereitung auf Ihre Operation:

  • Tragen Sie Ihre flachgestrickte Kompressionsstrumpfhose regelmäßig vor der OP
  • Planen Sie rechtzeitig Termine für die Lymphdrainage nach dem Eingriff
  • Lassen Sie vor jeder OP ein aktuelles Blutbild und eine Gerinnungsanalyse erstellen
  • Nehmen Sie keine blutverdünnenden Medikamente vor der OP ein
  • Eine eventuelle Behandlung mit der „Abnehmspritze“ (z.  GLP-1-Agonisten) muss eine Woche vor der OP pausiert werden
  • Rasieren Sie sich 48 Stunden vor dem Eingriff
  • Nagellack und Kunstnägel bitte vollständig entfernen

Eine individuelle Checkliste erhalten Sie im Rahmen Ihres Aufklärungsgesprächs bei uns.

Brauche ich zur Operation Nahrungsergänzungsmittel?

Eine ausgewogene Ernährung ist vor einer Operation besonders wichtig, um die Wundheilung und Regeneration zu unterstützen.
In manchen Fällen kann die ergänzende Einnahme von Eisen, Folsäure oder Multivitaminpräparaten sinnvoll sein.

 

Bitte besprechen Sie dies im Vorfeld mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Apotheke, um eine gezielte und sichere Ergänzung zu gewährleisten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Operation?

Die Kosten für die Operation werden unter bestimmten Bedingungen von der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland übernommen. Da wir eine Privatpraxis sind, besteht kein Vertragsverhältnis mit den gesetzlichen Krankenkassen. Die Behandlung erfolgt daher auf Selbstzahlerbasis.

Wie hoch sind die Kosten der Operation?

Die genauen Kosten sind abhängig von Ausmaß und Umfang des Eingriffs.
Im Rahmen Ihres persönlichen Beratungsgesprächs erhalten Sie neben dem ärztlichen Befundbericht eine detaillierte Kostenaufstellung.
Darin sind alle anfallenden Leistungen einzeln aufgeführt – einschließlich Narkose, Übernachtung, Verbrauchsmaterial, ggf. Kompressionsversorgung und allen ärztlichen Leistungen.

So wissen Sie ganz genau, welche Kosten auf Sie zukommen – transparent, verbindlich und nachvollziehbar.